Trzesniewski

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Trzesniewski
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Öffnungszeiten

Mo. - Fr.
07:00 - 23:00 Uhr
Sa. + So.
08:00 - 23:00 Uhr

Trzesniewski

Unaussprechlich gut - dank Handarbeit

Jeder Wiener war zumindest einmal in seinem Leben bei Trzesniewski. Und jeder zweite Zugereiste natürlich auch – an den unaussprechlich guten Brötchen kommt kaum jemand vorbei. Der Tourist genießt sie zwischen Stephansdom und Hofburg, die Shoppinglustigen finden sie auf den Einkaufsstraßen und die Pendler am Bahnhof.

Man könnte von Fast Food sprechen, aber dann doch wieder nicht. Jedes Brötchen wird liebevoll händisch – und mit der Gabel gestrichen. Und zwar immer frisch. Die Damen in den Filialen bekommen Brot und Aufstrich frühmorgens geliefert – und bereiten dann immer nur so viele vor, wie in der nächsten Stunde das Geschäft verlassen.

Die Sache mit der Gabel hat sich der Gründer des Unternehmens ausgedacht. Als František Trzésniéwski 1902 sein Delikatessengeschäft in Wien eröffnete, bot er dem Publikum erstmals diesen Finger-Food an – mit Erfolg auf Anhieb. Mit der Gabel konnte man die Aufstriche nämlich besonders cremig, luftig - und auch sehr hoch - auf dem Brötchen aufbringen.

Ob Damen, die vom Einkaufen erschöpft waren, oder Geschäftsleute, die nur kurz Mittagspause machen konnten, Beamte, die zwischen Büro und Oper eines Imbisses bedurften: Wien war um die vorletzte Jahrhundertwende eine der hektischsten und schnell wachsenden Städte Europas, das schnelle Brötchen ideal für Berufstätige und Flaneure, die der Moderne gewachsen sein wollten. Schnell zu konsumieren, ohne Aufwand, ohne Besteck, ohne Sitzplatzreservierung.

Doch nach dem Ende des 1. Weltkriegs war es mit dem Wachstum erst einmal vorbei – František Trzésniéwski musste die Preise senken, um den eingeschränkten Mitteln seiner Kundschaft entgegenzukommen. Demzufolge verkleinerte er die Brötchen. Heute liebt man diese Petitesse, denn erstens achtet man mehr auf die Figur und zweitens kann man mehr davon essen – und immer neue Sorten probieren.

Verschiedene Versuche, die Sache mit der Gabel wegzurationalisieren, wurden natürlich unternommen – doch man war nie mit dem Ergebnis zufrieden. So beließ man es bei zwei Hilfsmitteln: Der Brotschneidemaschine und der Eier-Schälmaschine. Alles andere – vom flaumigen Ei-Aufstrich bis zu den neuen veganen Sorten mit Erbse, wird noch immer frisch vor Verzehr mit der Gabel appliziert.

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